Zukunftssicherungsmodell - Reformwunder - Alternative Strategien zu politischen Reformvorhaben in Deutschland

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Zukunftssicherungsmodell

Zukunftssicherungsmodell dynamischer Lohnuntergrenzen

Das sozialpolitische Thema des Mindestlohns sollte  von willkürlichen EURO - Forderungen konkurrierender Parteien  entkoppelt werden. Richtig ist, dass sich Arbeit wieder lohnen, und  hierdurch auch ein menschenwürdiges Dasein finanziert werden muss. Ein  dynamisches Zukunftssicherungsmodell zur Lohnuntergrenze, welches sich  an Rechengrößen der Sozialversicherung orientiert ist wegweisend.

In der nachfolgenden Tabelle ist das Zukunftssicherungsmodell zur dynamischen Lohnuntergenze (ZdL) für  die Jahre beginnend von 2002 bis 2019 in West und Ost einmal  exemplarisch berechnet. Bei der Berechnung des Stundenlohn ist eine 40  Std./Woche - 173 Std./ Monat zugrunde gelegt. Alternativ eine 48  Std./Woche - 208 Std./Monat. Letztere Wochenarbeitszeit ist gesetzlich  gedeckelt und darf nicht überschritten werden.

Ausgehend von der jeweiligen Bezugsgröße in den alten und neuen Bundesländern, welche das jeweilige durchschnittliche Arbeitseinkommen aller sozialversicherungspflichten Menschen wiederspiegelt, - hieran anknüpfend ein Abzug analog wie bei einer vorrübergehenden Arbeitslosigkeit ergibt eine faire und sozialausgewogene, dynamische Lohnuntergrenze.

Die Bezugsgröße ist eine Sozialversicherungs-Rechengröße, welche die Einkommensentwicklung der deutschen Rentenversicherung abbildet. Sie hängt eng mit dem Durchschnittsentgeld zusammen. Aus ihr werden auch andere bedeutsame Werte der deutschen Rentenversicherung abgeleitet. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach der Höhe des Bemessungsentgelts,  Dieses ist das Brutto-Arbeitsengeld, welches ein Arbeitsloser im Bemessungszeitraum durchschnittlich pro Kalenderjahr erzielte. Der allgemeine Leistungsatz für das monatlich auszuzahlende Arbeitslosen-Geld I beträgt 60 Prozent. Das die Tarifparteien der einzelnen Branchen hierauf aufbauend individuelle  Vereinbarungen bezüglich Wochenarbeitszeit, Urlaubsanspruch, Zuschläge, etc. treffen können sei unbenommen. Die  Kontrolle und Dokumentation einer monatlichen Lohnuntergenze ist  einfacher und transparenter zu gestalten sein, als die Erfassung von  Stundenbelege. Für Arbeitnehmer im Westen würde dies in 2019 bei einer 40 Std. Woche eine Lohnuntergrenze (Mindestlohn) von 1.827 EUR (10,56 EUR) ausmachen. In Ost wären es aktuell 1.617 EUR (9,34 EUR). Steigt die Bezugsgröße, steigen entsprechend die jeweilige Lohnuntergrenzen.

Ab dem Jahreswechsel 2019 könnte sich der Mindeststundenlohn an dem im Model ausgewiesenen Wert in Höhe von 8,92 EUR orientieren. Dieser darf sowohl in West- als auch in Ostdeutschland in Folge nicht unterschritten werden.

Eine  Reduzierung von Arbeitnehmern, welche eine Grundsicherung durch das  Arbeitslosengeld II bedürfen, würde erhebliche finanzielle Entlastungen  der Kommunen mit sich bringen.  Die Städte und Gemeinden sind  am Ende  ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit angelangt. Somit ist ein  Mindestlohn auch von volkswirtschaftlicher Bedeutung. Ein Bruttoeinkommen in 2018 von 1.850 EUR bedeutete für einen alleinstehenden Arbeitnehmer (West) ein Nettoeinkommen in Höhe von 1.250 EUR. Ein  alleinstehender und kinderloser Arbeitnehmer (West) konnte bei dieser  Einkommenshöhe seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (Grundsicherung) bestenfalls auf 0 EUR reduzieren. Die Einführung eines Zukunftssicherungsmodells von dynamischen Lohnuntergrenzen führt zu finanziellen Entlastungen der Kommunen, die für die Kosten der Unterkunft und Heizung, Bildung und Teilhabe, wie auch flankierende Maßnahmen (Kinderbetreuung) aufkommen. Somit würde  durch die Einführung dieses Modells indirekt ein weiterer Lastenausgleich zwischen Bund, Länder und Kommunen erfolgen.
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